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Zeitungsartikel: Porträts, namenlos und ausdrucksstark


Von Ricky Knoll:
Salzburger Stadt Nachrichten

Selbst Kuscheltiere entwerfen und nähen war nicht die Ausdrucksform, die Simona Ledl auf Dauer befriedigte. Porträts in Acryl schon eher.

PARSCH, NEUSTADT. Namen vergibt Simona Ledl, alias Mona L (,,so wie in Mona Lisa“), ihren großformatigen Porträts nicht. ,,Das passt nicht für mich, die Interpretation soll offen bleiben. Ich benenne höchstens abstrakte Bilder, aber denen vergebe ich Titel, die völlig unpassend sind“, erklärt die gebürtige Oberndorferin, die in Bergheim aufgewachsen ist. Seit etwa zweieinhalb Jahren malt sie regelmäßig in Acryl. „Während des Kommunikationswissenschaften-Studiums, nach meiner Rückkehr von einem Auslandssemester in Málaga, habe ich ganz stark nach einer passenden Ausdrucksform gesucht und habe es zuerst mit Kuscheltieren versucht. Die habe ich selbst entworfen und genäht und mich an verschiedene Formen herangetastet. Aber dann habe ich die Malerei und den Spaß daran entdeckt. Dabei bin ich geblieben.“

Menschengesichter haben es ihr angetan. ,,Das sind mir völlig unbekannte Köpfe, von manchen habe ich ein Bild aus dem Internet als Vorlage genommen.“ Die Gesichter sind geprägt von starken Ausdrucken, meist jenseits von Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Trauer ist in den Gesichtern zu lesen, manchmal sogar Angst und Schrecken, so als ob die Personen tiefes Leid erfahren hätten, oder als ob sie dieses hinter dem Betrachter entdecken würden. Selbst die ruhigeren Porträts wirken so, als gebe es wenig Freude, die sich widerspiegeln könnte. Beeindruckend sind die Malereien von Mona L allemal, ausgestellt sind sie in den kommenden Wochen in der Academy-Bar.

,,Vom Stil her hat sich 2015 bei mir enorm viel getan, ich bin immer großformatiger geworden. Es entstand mehr Bewegung im Hintergrund, zuvor malte ich viel kleiner, konzentrierter und detaillierter. Jetzt bewege ich mich immer mehr vorn Fotorealismus weg, was mir sehr viel Spaß macht. Aber ich muss mich trotzdem oft selbst bei der Nase nehmen, dass ich nicht wieder in die Detailliertheit zurückfalle“, erzählt die zweifache Absolventin von Kursen an der Salzburger Sommerakademie.

Geld lässt sich momentan mit ihrer Kunst nicht verdienen, ihren Lebensunterhalt verdient sie als Büroangestellte in Teilzeit. ,,Das ist mir wichtig, denn so bleibt mit Zeit für die Malerei.“

Menschen. Charaktere. Emotionen. in der Academy
Vernissage der Ausstellung von Mona L. am Donnerstag, 14. Janner, um 19 Uhr in der Academy Bar, Franz-Josef-Straße 4. Dauer der Ausstellung: etwa ein Monat.

Stadt Nachrichten 14. JÄNNER 2016

Foto: Zeitungsartikel von Ricky Knoll in den Salzburger Stadt Nachrichten


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